Rotwein kaufen: Dornfelder, Spätburgunder, Schwarzriesling und Cuvées
Spätburgunder, Schwarzriesling, Dornfelder und der Holzfass-Cuvée 2 in Wood, Dornfelder in allen Geschmacksrichtungen und in der Literflasche sowie Remy Passpiere mit einem lieblichen Landwein aus dem L'Hérault.
Wer Rotwein kaufen möchte, findet hier trockene, halbtrockene, feinherbe und süße Weine, dazu roten Glühwein in der Flasche und 10-Liter-Bag-in-Box sowie den Würzwyn Aperitif.
Dornfelder | feinherb
Inhalt: 0.75 Liter (9,33 € / 1 Liter)
Spätburgunder | halbtrocken
Inhalt: 0.75 Liter (10,00 € / 1 Liter)
Dornfelder | trocken
Inhalt: 0.75 Liter (9,33 € / 1 Liter)
Schwarzriesling | trocken
Inhalt: 0.75 Liter (14,00 € / 1 Liter)
2inWood | trocken
Inhalt: 0.75 Liter (12,67 € / 1 Liter)
Traubensaft rot | Dornfelder
Inhalt: 0.75 Liter (5,60 € / 1 Liter)
Spätburgunder trocken | EDITION ÖKONOMIERAT
Inhalt: 0.75 Liter (12,67 € / 1 Liter)
Cuvée in Rot | Mini
Inhalt: 0.25 Liter (15,20 € / 1 Liter)
Welcher Rotwein passt: Geschmacksrichtung und Ausbau als Wegweiser
Bei Rotwein entscheiden zwei Angaben auf dem Etikett über den Charakter im Glas, noch bevor die Rebsorte eine Rolle spielt: die Geschmacksrichtung und der Ausbau. Trocken bedeutet höchstens 4 Gramm Restzucker pro Liter, bei entsprechender Säure bis 9 Gramm. Halbtrocken reicht bis 18 Gramm und ist ebenso gesetzlich festgelegt. Feinherb dagegen ist kein definierter Begriff; die so bezeichneten Dornfelder liegen geschmacklich zwischen halbtrocken und lieblich. Süß beginnt bei 45 Gramm. Ein süßer oder feinherber Rotwein ist kein Fehler und kein Zufall, sondern eine deutsche Stilrichtung, die in Südeuropa kaum vorkommt.
Die zweite Angabe ist der Ausbau. Weine aus dem Edelstahltank wie der Dornfelder von Marcus Stein oder der halbtrockene Spätburgunder betonen die Frucht, sind jung trinkreif und vertragen leichte Kühlung. Weine mit Holzfass-Ausbau wie der Spätburgunder Edition Ökonomierat oder die Cuvée 2 in Wood bringen Röstnoten, mehr Struktur und etwas mehr Alkohol mit und gehören zu kräftigeren Speisen.
- Sie mögen Rotwein weich und fruchtig, nicht herb: Dornfelder feinherb, Spätburgunder halbtrocken oder der lieblich ausgebaute Vin de Pays.
- Sie trinken sonst trockenen Weißwein und suchen einen unkomplizierten Roten: Dornfelder trocken, gern leicht gekühlt.
- Sie kochen ein Sonntagsessen oder suchen ein Geschenk: Spätburgunder trocken aus dem Holzfass, Schwarzriesling oder 2 in Wood.
- Sie brauchen Menge für Fest oder Ausschank: Dornfelder in der Literflasche.
Rotwein wird häufig mit schweren, alkoholreichen Weinen gleichgesetzt. Die Rotweine in diesem Sortiment liegen zwischen 11,5 und 13 % vol und gehören damit zu den leichteren Vertretern; das prägt Speisenbegleitung, Serviertemperatur und Einsatz stärker als die Rebsorte. Der folgende Ratgeber ordnet Dornfelder, Spätburgunder, Schwarzriesling und Cuvée ein, vergleicht die drei Erzeuger, gibt Faustregeln für Speisen, Menge und Lagerung und erklärt, warum Würzwyn und Glühwein zwar hier stehen, aber rechtlich keine Weine sind.
Weiterlesen: Auswahlhilfe für Rotwein
Vier Rebsorten, vier Rollen im Sortiment
Dornfelder ist eine deutsche Neuzüchtung von 1955 aus Weinsberg (Helfensteiner × Heroldrebe) und heute die meistangebaute rote Sorte nach dem Spätburgunder. Seine Stärke ist die Farbe: Dornfelder liefert ein tiefes Dunkelrot bei moderatem Tannin, was ihn zur Sorte macht, die in allen Geschmacksrichtungen funktioniert. Im Sortiment steht er trocken, feinherb und süß, in 0,75 und 1 Liter.
Spätburgunder ist Pinot Noir. Die Sorte ist heller und tanninärmer als Dornfelder, dafür säurebetonter, mit Aromen von roten Beeren und Kirsche. Sie reagiert stark auf den Ausbau: der halbtrockene Spätburgunder aus dem Stahltank und der trockene aus dem Holzfass sind zwei verschiedene Weine, obwohl sie dieselbe Rebsorte tragen.
Schwarzriesling hat mit Riesling nichts zu tun. Der Name bezeichnet Pinot Meunier, eine Mutation des Spätburgunders, die in der Champagne als Sektgrundwein verbreitet ist und in Deutschland überwiegend zu Rotwein wird. Im Glas ist er weicher als Spätburgunder, mit geringer Säure und samtigem Tannin; der trockene Schwarzriesling im Sortiment ist der höchstpreisige Rotwein hier und ein Wein für Gäste, die Spätburgunder als zu schlank empfinden.
Cuvée ist keine Sorte, sondern ein Verschnitt. Bei 2 in Wood liefert Dornfelder Farbe und Fülle, Spätburgunder Frucht und Säure, und der Holzfass-Ausbau verbindet beides mit Röstnoten und einem Hauch Vanille. Der Vin de Pays aus dem L'Hérault ist ebenfalls ein Cuvée, allerdings lieblich ausgebaut und mit 6,50 € der Einstieg in die Kategorie.
Drei Erzeuger im Vergleich
Weinhaus Beth stellt die Rebsortenbreite: Spätburgunder in zwei Stilen, Schwarzriesling, Dornfelder feinherb und die Holzfass-Cuvée, alle als Deutscher Qualitätswein Mosel zwischen 7,00 und 10,50 €. Wer eine Rotweinkarte oder ein Probierpaket mit vier verschiedenen Weinen zusammenstellen möchte, wird hier fündig. Marcus Stein besetzt mit der Black-Label-Linie die Rolle des Hausweins: klassischer Moselwein in solider Qualität und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, Dornfelder in trocken, feinherb und süß, dazu die Literflasche für 8,90 €. Remy Passpiere liefert mit dem Vin de Pays de l'Hérault den einzigen Rotwein außerhalb Deutschlands: ein weiches, lieblich ausgebautes Cuvée aus Südfrankreich für alle, die es fruchtig und unkompliziert mögen.
Leichte Rotweine: was 11,5 bis 13 % vol für die Praxis bedeuten
Viele Rotweine aus Spanien, Süditalien oder Übersee erreichen 14 bis 15 % vol. Die Weine in dieser Kategorie liegen zwei bis drei Prozentpunkte darunter. Das hat drei praktische Folgen. Erstens vertragen sie Kühlung: 14 bis 16 °C sind für Dornfelder und den halbtrockenen Spätburgunder richtig, im Sommer helfen 20 Minuten im Kühlschrank. Die oft zitierte „Zimmertemperatur“ stammt aus Zeiten ungeheizter Wohnräume; bei 22 °C wirkt jeder Rotwein breit und alkoholisch. Zweitens sind sie über einen Abend hinweg trinkbar, ohne zu ermüden, weshalb sie sich für Feste und den offenen Ausschank besser eignen als schwere Weine. Drittens passen sie zu Gerichten, an denen kräftige Rotweine scheitern: Geflügel, helles Fleisch, Pilzgerichte, gebratener Fisch.
Die Holzfass-Weine des Sortiments (12,5 bis 13 % vol) dürfen etwas wärmer ins Glas, 16 bis 18 °C, und profitieren von 20 bis 30 Minuten in der Karaffe.
Speisenbegleitung: fünf Faustregeln statt starrer Tabellen
- Tannin braucht Eiweiß und Fett. Die gerbstoffreicheren Weine, also Dornfelder trocken, 2 in Wood und Spätburgunder aus dem Holzfass, wirken zu Braten, Wild, Lamm oder Hartkäse weicher als solo.
- Restsüße kontert Schärfe und Säure. Dornfelder feinherb oder süß begleitet Chili con Carne, Gulasch mit viel Paprika oder eine Pizza mit Salami, bei denen ein trockener Rotwein bitter wirkt.
- Leichte Rotweine zu Fisch funktionieren. Spätburgunder halbtrocken oder Schwarzriesling, leicht gekühlt, zu Lachs, Thunfisch oder Fischeintopf mit Tomate.
- Gans und Ente verlangen Säure, nicht Kraft. Zum fetten Geflügel der Weihnachtszeit passt Spätburgunder trocken besser als ein schwerer Wein, weil die Säure das Fett ausbalanciert.
- Käse nach Reifegrad. Junger Weichkäse verträgt fruchtige, leichte Rotweine; gereifter Bergkäse oder Gouda verlangt Holzfass und Struktur.
Menge, Gläser, Haltbarkeit
Eine 0,75-Liter-Flasche ergibt sechs Gläser zu 0,125 Liter oder vier Gläser zu 0,2 Liter, wie sie in der Gastronomie für Rotwein üblich sind. Die Literflasche liefert fünf Schoppen zu 0,2 Liter. Für ein Essen mit acht Gästen, bei dem Rotwein der einzige Wein ist, rechnet man mit einer halben Flasche pro Person, also vier bis fünf Flaschen. Die Versandkostengrenze von 75 € entspricht in dieser Kategorie etwa acht bis elf Flaschen.
Geöffnet hält Rotwein im Kühlschrank drei bis fünf Tage, wenn die Flasche wieder verschlossen wird; die Holzfass-Weine verlieren dabei am wenigsten. Ungeöffnet sind die fruchtbetonten Weine für die ersten zwei bis drei Jahre nach dem Jahrgang gedacht, Spätburgunder Edition Ökonomierat und 2 in Wood vertragen auch etwas länger. Dunkel und ohne Temperaturschwankungen lagern; ein Keller ist nicht nötig, ein Schrank fern von Heizung und Herd genügt.
Warum Würzwyn und Glühwein hier stehen, aber keine Weine sind
Zwei Produkte der Kategorie tragen nicht die Bezeichnung „Wein“, sondern „aromatisiertes weinhaltiges Getränk“. Das ist kein Etikettendetail, sondern eine eigene Produktklasse nach der EU-Verordnung 251/2014: mindestens 50 % Wein, aromatisiert, zwischen 4,5 und unter 14,5 % vol. Der Würzwyn Aperitif von Marcus Stein (9,5 % vol) verbindet Trauben- und Kirscharomen und wird gekühlt auf Eis oder erwärmt getrunken, also im Sommer als Aperitif und im Winter als würzige Alternative zum Glühwein. Der rote Glühwein von Weinhaus Beth ist hingegen als Glühwein deklariert, das heißt: aus Rotwein mit Zimt, Nelken und weiteren Gewürzen, ohne Wasserzusatz, zum Erwärmen auf höchstens 80 °C. Alles Weitere zu Glühwein, weißem Glühwein und Glühpunsch steht in der Glühwein-Kategorie.
Rotwein für Gastronomie, Handel und Eigenmarke
Für den offenen Ausschank ist die Literflasche Dornfelder von Marcus Stein der Standard: fünf Schoppen pro Flasche, in trocken und feinherb erhältlich, Serviertemperatur 16 bis 18 °C oder leicht darunter. Eine Rotweinkarte, die mit drei Positionen auskommt, deckt mit einem trockenen Dornfelder oder Spätburgunder, einem feinherben Dornfelder und einem Holzfass-Wein die drei Gästetypen ab: trocken, mild, anspruchsvoll. Für Weihnachtsmärkte und Winterveranstaltungen ersetzt die 10-Liter-Bag-in-Box mit rotem Glühwein rund 13 Flaschen und hält angebrochen mehrere Wochen.
Fachhandel, Feinkostgeschäfte und Wiederverkäufer erhalten größere Mengen palettenweise per Spedition oder zur Abholung in Kröv. Für Hotels, Restaurants und Unternehmen, die einen Rotwein unter eigenem Etikett führen möchten, ist Dornfelder oder Spätburgunder aus dem bestehenden Sortiment der schnellste Weg: Weinauswahl, Etikettgestaltung mit den weinrechtlichen Pflichtangaben und Abfüllung kommen aus einer Hand. Anfragen dazu über das Kontaktformular.
Häufige Fragen zu Rotwein
Welcher Rotwein ist nicht trocken?
Süße und feinherbe Rotweine gibt es vor allem aus Deutschland, meist aus Dornfelder. Im Sortiment sind das Dornfelder feinherb (Weinhaus Beth und Marcus Stein), Dornfelder süß, Spätburgunder halbtrocken und der lieblich ausgebaute Vin de Pays de l'Hérault. Halbtrocken ist rechtlich auf höchstens 18 g/l Restzucker begrenzt, süß beginnt bei 45 g/l, feinherb ist nicht definiert und liegt meist dazwischen.
Ist Schwarzriesling ein Riesling?
Nein. Schwarzriesling ist der deutsche Name für Pinot Meunier, eine rote Mutation des Spätburgunders. Mit der weißen Rebsorte Riesling ist er nicht verwandt. Er ergibt weiche, samtige Rotweine mit geringer Säure.
Soll man Rotwein kühlen?
Ja, leicht. Leichte, fruchtige Rotweine wie Dornfelder oder halbtrockener Spätburgunder schmecken bei 14 bis 16 °C am besten, kräftigere Holzfass-Weine bei 16 bis 18 °C. Bei üblicher Raumtemperatur von 21 bis 23 °C wirken alle Rotweine alkoholischer und breiter als nötig. Im Sommer genügen 20 Minuten im Kühlschrank.
Wie lange hält geöffneter Rotwein?
Wieder verschlossen und im Kühlschrank drei bis fünf Tage. Holzfass-Weine mit mehr Tannin halten sich am längsten, leichte fruchtige Weine sollten innerhalb von drei Tagen getrunken werden. Vor dem Servieren rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen.
Was bedeutet Holzfass-Ausbau bei Rotwein?
Der Wein reift nach der Gärung in Holzfässern statt im Edelstahltank. Das Holz gibt Röstnoten, Vanille- und Würzaromen ab, rundet das Tannin ab und macht den Wein lagerfähiger. Im Sortiment sind Spätburgunder Edition Ökonomierat und die Cuvée 2 in Wood so ausgebaut.
Welcher Rotwein passt zu Gans oder Ente?
Ein trockener Spätburgunder. Seine Säure balanciert das Fett des Geflügels aus, ohne den Geschmack zu überdecken. Schwere, alkoholreiche Rotweine wirken zu Gans schnell plump. Zu Rotkohl und Klößen passt alternativ ein Dornfelder feinherb, dessen leichte Restsüße die Süße der Beilagen aufnimmt.
Was ist ein aromatisiertes weinhaltiges Getränk?
Eine eigene Produktklasse nach EU-Recht: mindestens 50 % Wein, mit Aromen oder Gewürzen versetzt, zwischen 4,5 und unter 14,5 % vol. Der Würzwyn Aperitif gehört dazu. Solche Produkte dürfen nicht als Wein bezeichnet werden, stehen aber wegen ihrer Weinbasis in der Rotweinkategorie.
Passend dazu: Weißweine von Riesling bis Burgunder, Rosé und Rotling für die leichte Alternative, Sekt und Secco zum Auftakt, Glühwein in Flasche und Bag-in-Box sowie Feinkost für den Käseteller zum Rotwein und Geschenkideen mit Wein.